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Mit oder ohne Zug

Die Bedeutung der Eisenbahn

 

Zusammenfassung

Diese interaktive Installation des Museo-Mundial-Projektes im ungarischen Eisenbahnmuseum kommt in Form eines Touchscreens daher. Dieser zeigt 19 Folien, die von den BesucherInnen einfach durch Berührung und Verschieben der Bildschirminhalte erkundet werden können. Die Folien dieser Installation zielen darauf ab, die Bedeutung des Transportes auf Schienen und seine ökonomische und soziale Wirkung auf die Gesellschaft zu zeigen.

Außerdem stellen sie die Situation in Mosambik vor, wo über Jahrzehnte Bürgerkrieg herrschte. Das Schienennetz wurde komplett zerstört, weshalb das Land vom internationalen Handel abgeschnitten wurde. Die Unterstützung mehrerer Länder und der Europäischen Union führte durch deren gemeinsamen Einsatz zur Lösung des Problems.

Im Detail

  • Die Installation gibt einen Rückblick auf die erfolgreichen Zeiten des Schienenverkehrs. Sie stellt auch einen kurzen Überblick über die heutige Bedeutung des Schienentransportes vor. Die Bahn spielt auch für den Transport von Gütern über lange Strecken sowie den öffentlichen Verkehr für Arbeitnehmer und Schulkinder eine wichtige Rolle. In einem Diagramm wird die außergewöhnliche Entwicklung der Bahn im 19. Jahrhundert zusammengefasst.
  • Im zweiten Teil der Installation möchten wir die Aufmerksamkeit der BesucherInnen anhand eines Extrembeispiels auf die negativen Folgen des Zerfalls des gesamten Schienenverkehrs lenken. Dafür wählten wir Mosambik, wo ein Bürgerkrieg das Schienennetz für 20 Jahre lahmlegte.
  • Eine der tragischsten Folgen nach Ende des 26 Jahre dauernden Bürgerkrieges war die komplette Isolation der Stadt Beira vom Westen des Landes durch den Verlust der Schienenverbindung.
  • Am Ende der Installation können wir den BesucherInnen erfreulicherweise die Erfolgsgeschichte von Mosambik vorstellen: In Folge von Wiederaufbauarbeiten konnte das Land wieder Teil des Welthandels werden.
  • Die Informationen auf den interaktiven Folien stehen in direkter Verbindung zu den Millenniumsentwicklungszielen (MDGs), vor allem zum ersten MDG („Extreme Armut und Hunger bekämpfen“), zu MDG 7 („Die ökologische Nachhaltigkeit sichern“) und zum achten MDG („Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung“).
Museo Mundial HU_Railway_2

Der Touchscreen umfasst 19 Folien, die von den BesucherInnen durch Berührung und Verschieben der Bildschirminhalte erkundet werden können

Museo Mundial HU_Railyway_1
Museo Mundial HU_Pollution_3

    Budget

    Programmierung des Endgerätes

    419 €

    Archivbilder

    179 €

    Endgerät

    1055 €

    Software

    275 €

    Grafikdesigner

    113 €

    Gesamtsumme

    2041 €

    Schritt-für-Schritt-Anleitung

    1. Schritt:

    Auswahl eines passenden Themas für die Installation

    Wir wollten der Installation ein Thema geben, dass zum Profil des Museums passt. Von den Millenniumsentwicklungszielen wurden die Themen „Sicherung der ökologischen Nachhaltigkeit“ und „Globale Partnerschaft“ bisher noch nicht durch eine Installation aufgegriffen.

    2. Schritt:

    Sammlung von Daten und Informationen

    Wir sammelten Daten und Fakten zur Geschichte der Eisenbahn durch Internetrecherche und in der Bibliothek des Museums. Über das Internet entdeckten wir die Geschichte des Schienenverkehrs in Beira, Mosambik.

    3. Schritt:

    Vorbereitung des Plans

    Nachdem wir uns darauf geeinigt hatten, eine Folienpräsentation zu machen, schrieben wir alle Texte, die wir dafür einsetzen wollten und ließen Raum für grafische Elemente.

    4. Schritt:

    Kauf des Endgeräts

    Um einen Hersteller für den Touchscreen zu finden, holten wir zahlreiche Angebote und fachliche Unterstützung ein. Am Ende entschiedenen wir uns für einen externen Auftragnehmer, der die Software programmieren sollte und bestellten den Informationsschalter danach.

    5. Schritt:

    Grafische Darstellung

    In Zusammenarbeit mit dem Grafikdesigner entwarfen wir all die ausgefallenen Folien. Daher brauchten wir viele Bilder, die wir zunächst kaufen mussten. Es ist wichtig, diesen Posten in der Budgetplanung zu berücksichtigen.

    6. Schritt:

    Programmieren des Endgerätes

    Für die Programmierung des Gerätes beanspruchten wir die Hilfe eines externen Programmierers. Er half uns, die benötigte Software zu bestellen und legte das Programm so an, dass es einfach zu handhaben ist.

    Unsere Erfahrungen

    Pro & Contra

    Pro

    • Die Installation ist einzigartig und zieht so die BesucherInnen an. Ihnen gefällt, dass sie selbst „blättern“ und auf diese Weise gemäß ihrer eigenen Geschwindigkeit lesen und schauen können. Die grafische Gestaltung macht viel her.

    Contra

    • Da es eine derart gestaltete Installation im Museum noch nie zuvor gegeben hat, war die Vorbereitung für uns neu und wir begannen sie mit einer gewissen Unsicherheit.

    Lernerfahrungen

    • Auch wenn wir nicht wirklich Erfahrung im Bereich der Computerprogrammierung hatten, war die Aufgabe dank der Hilfe der entsprechenden Fachleute und unserer genauen Vorstellung gut lösbar.

    Internetlinks + andere Quellen

    European Union Africa Infrastructure Trust Fund: Übersicht zum Beira-Projekt (englisch)

    www.eu-africa-infrastructure-tf.net/activities/grants/beira-blantyre-corridor.htm

    Worldbank: Weiterführende Dokumente zum Beira-Projekt in Mosambik (englisch)

    www.worldbank.org/projects/P082618/beira-railway-project?lang=en

    Macauhub: Verschiedene englische Artikel zum Beira-Projekt

    www.macauhub.com.mo/en/?s=mozambique+sena+railroad

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