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Ausverkauft!

Rohstoff Öl

 

Zusammenfassung

Die Installation berührt viele Themen: die natürliche Begrenzung von Rohstoffen und hier besonders das sogenannte „Peak Oil“, der Punkt, an dem die maximale Ölfördermenge erreicht ist und von dem aus die Fördermenge unumkehrbar abnehmen wird; Emissionen und ihre Auswirkungen auf den Klimawandel in den sogenannten Entwicklungsländern; alternative und nachhaltige Energiequellen und kriegerische Konflikte um Öl (WW 2, Nigeria, Niger, Sudan usw.) Wir verweisen auch darauf, dass die Problematik der fossilen und erneuerbaren Energien arme wie reiche Länder betrifft.

Die Installation wurde in Zusammenarbeit mit dem Künstler Vladimir Turner entwickelt. Sie steht im Eingangsbereich einer Ausstellung über Traktoren und Agrartechnik im Nationalen Museum für Landwirtschaft in Prag.

Im Detail

  • Die Dauerausstellung zeigt eine historische Zapfsäule, die mit einem Schild „Ausverkauft“ versehen wurde.
  • Um die Zapfsäule herum stehen leere Benzinkanister, die an die Ölkrise der 70er Jahre erinnern.
  • Hinter der Pumpe befindet sich eine Tafel mit einigen Informationen über die weltweite Ölproduktion, den Ölverbrauch im Allgemeinen und den Verbrauch in der Tschechischen Republik im Besonderen.
  • Informationen über mögliche Alternativen heute und vor dem 2. Weltkrieg ergänzen die Installation.
  • Ein Projektor zeigt drei animierte Karten auf dem Fußboden vor der Installation. Die eine illustriert die Ölförderung, die zweite zeigt Kriege ums Öl einschließlich des Zweiten Weltkriegs und die dritte Karte visualisiert die lange Reihe von Konflikten um Öl in den sogenannten Entwicklungsländern. Der Projektor schaltet sich ein, sobald BesucherInnen in die Nähe der Installation kommen. 
Museo Mundial_CZ_Oil_1

Eine Informationstafel enthält Daten und Fakten zur Ölförderung dem Verbrauch von Öl weltweit

Museo Mundial_CZ_Oil_2

Um die Zapfsäule herum stehen leere Benzinkanister

    Budget

    Installation (Software für die Präsentation, Computer, Beamer, Ausstellungsstücke und Aufbau)

    1731 €

    Übersetzung ins Englische

    72€

    Gesamtsumme

    1803 €

    Schritt-für-Schritt-Anleitung

    1. Schritt:

    Diskussionen

    Wir wollten eine Installation um die Problematik fossiler und erneuerbarer Treibstoffe entwickeln und kooperierten deshalb mit der Nichtregierungsorganisation (NGO) eurosolar.cz, die uns umfassend über das Thema informierte. Wir knüpften gleichfalls Kontakte zu einigen KünstlerInnen und diskutierten mit ihnen die Möglichkeiten, eine Installation rund um dieses Thema zu gestalten. So bekamen wir eine Vielzahl interessanter Vorschläge. Dieser Schritt dauerte ungefähr einen Monat. 

    2. Schritt:

    Zusammenarbeit mit dem Künstler

    Wir entschieden uns schließlich für eine Kooperation mit Vladimir Turner, einem Künstler, der für seine audio-visuellen Kunstinstallationen und seine öffentlichen Interventionen bekannt ist. Ausgangspunkt sollte die Dauerausstellung über Traktoren und Agrartechnik sein, zu der auch eine historische Zapfsäule gehört. Turners Entwurf basierte auf der Bildsprache der Ölkrise in den 70er Jahren: leere Öltanks und Zapfsäulen. Der Entwicklungsprozess dauerte drei Wochen.

    3. Schritt:

    Sammeln von Informationen

    Die uns unterstützende NGO trug zur Recherche und den endgültigen Ausstellungstexten bei. Das nahm zwei Wochen in Anspruch.

    4. Schritt:

    Verhandlungen mit dem Museum

    Wir informierten das Museum über unseren Wunschstandort. Wir erwarteten längere Diskussionen, aber das Gegenteil trat ein, die Museumsleitung war sehr offen, so dass wir mit der Realisierung beginnen konnten. Dieser Entscheidungsprozess nahm eine Woche in Anspruch.

    Schritt 5:

    Technische Vorbereitung der Installation

    Während der Vorbereitung erwies sich ein Teil der Installation als unerwartet kompliziert: Die Vermittlung von Informationen mittels eines Projektors. Die Herstellung von animierten Karten für den Projektor dauerte sieben Wochen.

    6. Schritt:

    Einrichtung der Installation

    Die technische Komplexität bedeutete auch, dass Künstler, Techniker und Museumsmitarbeiter eng koordiniert werden mussten. Das war nicht immer einfach, so dass die Einrichtung der Installation noch einmal drei Wochen in Anspruch nahm.

    Unsere Erfahrungen

    Pro & Contra

    Pro

    • Die Kombination von gegenwärtigen und historischen Artefakten und die visuelle Projektion macht die Installation spannend und interessant.

    Contra

    • Im Zuge der Entwicklung wurde die Installation immer umfangreicher und komplizierter, wodurch das Budget immer weiter stieg. Dankenswerterweise kamen uns die durchführenden KollegInnen sehr entgegen.
    • Änderungen während Planung und Umsetzung führten zu Verzögerungen und die Umsetzung dauerte wesentlich länger als ursprünglich erwartet.

    Internetlinks + andere Quellen

    Klima-Bündnis:

    www.klimabuendnis.de

    Frauenhofer Institut: 100% renewable energy supply for cities and nations - Technical possibilities and main barriers (englisch)

    www.klimabuendnis.org/fileadmin/inhalte/dokumente/EUSEW2010_1.IWES_M.Sterner.pdf

    Wikipedia: Liste der größten Kohlenstoffdioxidemittenten (englisch)

    www.en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_carbon_dioxide_emissions

    Ugo Bardi: Blog von Udo Bardi, Mitglied des Culb of Rome und Autor des Buches „Der geplünderte Planet: Die Zukunft des Menschen im Zeitalter schwindender Ressourcen“, München 2013 (englisch)

    www.cassandralegacy.blogspot.cz/2013/09/mineral-resources-and-limits-to-growth.html

    Center for Global Development: Präsentation über die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Landwirtschaft (englisch)

    www.un.org/esa/sustdev/natlinfo/nsds/egm_ClimateChange/cline.pdf

    Umweltbundesamt: Erneuerbare Energien in Zahlen

    www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/erneuerbare-energien-in-zahlen

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