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Gaben des Meeres

Die Verschmutzung der Ozeane

 

Zusammenfassung

Diese Museo-Mundial-Installation im Stadtmuseum von Ústí nad Labem beschäftigt sich mit der Verschmutzung der Ozeane durch Plastikmüll, indem in einer Vitrine Artefakte präsentiert werden, die von der Künstlerin Veronika Richterova aus PET-Müll und natürlichen Materialien angefertigt wurden

Veronika Richterova ist seit Langem daran interessiert, Kunstobjekte aus PET-Müll (insbesondere Plastikflaschen) zu kreieren. In der Vergangenheit wirkte sie bereits an einem Projekt auf einer Insel mit, bei dem Souvenire aus Plastikmüll hergestellt wurden. Ziel des Projekts war es, Mittel und Wege zu finden, die das Leben der InselbewohnerInnen verbesserten, Arbeitsstellen schafften und die lokale Wirtschaft stärkten. Wir kontaktierten sie daher und schlugen ihr eine Zusammenarbeit zum Thema „Plastikmüll in den Ozeanen“ im Rahmen des Museo-Mundial-Projektes vor. Da ihr Konzept gefiel, verhandelten wir im Anschluss über die Einzelheiten der Installation.

Im Detail

  • Die neu geschaffenen Kunstobjekte der Künstlerin Veronika Richterova werden im Museum von Ústí nad Labem in einer alten Museumsvitrine präsentiert, die von der Geologieabteilung ausgeliehen wurde. Dadurch erwecken sie einen fast antiken und wertvollen Eindruck.
  • Ergänzt werden die Artefakte mit Texten zur gewaltigen Meeresverschmutzung und einer Reihe von Fotos von Veronika Richterova von den Kapverdischen Inseln (insbesondere der Insel Boa Vista). Mehrere Tonnen Abfall stranden hier von einer großen, im Atlantischen Ozean rotierenden Müllinsel. Diese Müllinsel kommt sowohl aus Westafrika, als auch aus vielen anderen Regionen um den Atlantischen Ozean.
  • Die Meeresströmungen verarbeiten den Müll in mikroskopisch kleine Substanzen, welche von Tieren über ihre Nahrung aufgenommen werden.
  • Diese spärlich bevölkerte Insel ist ein Beispiel für einen Ort, an dem Schildkröten ihre Eier legen und die kleinen Schildkröten sterben, weil sie winzige Teile des PET-Mülls fressen.
  • Der Großteil des Materials für die ausgestellten Artefakte von Veronika Richterova stammt von dieser Insel. Es besteht aus einer Mischung von Überresten des PET-Mülls und natürlichen Materialien. Die BesucherInnen können die Objekte sehen und Informationen über den ursprünglichen Ort aller Materialien erhalten.
  • Ein kleines aufklappbares Bilderbuch mit ausgewählten Gegenständen wurde als Begleitmaterial für die BesucherInnen herausgegeben.
  • Die Installation wurde mit einer Karte ergänzt, die den treibenden Plastikmüll zeigt. Die Rechte für die Nutzung dieser Karte wurden uns von der Organisation NaZemi übergegeben, die mit uns kooperiert.
  • Die Installation ist hauptsächlich verbunden mit Millenniumentwicklungsziel (MDG) 7 („Ökologische Nachhaltigkeit“) und MDG 8 („Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung“). Sie weist auf die Gefahr für Umwelt hin, die der Abfall in den Meeren birgt und lenkt die Aufmerksamkeit der Menschen darauf, sich mehr um den Abfall, den sie selbst produzieren, zu kümmern und ihn bestenfalls zu reduzieren.
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Die Kunstobjekte sind in einer antiken Vitrine ausgestellt

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Die Eröffnungsveranstaltung im Museum

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Ein aus Müll hergestelltes Kaffeegeschirr

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Ein Kunstwerk aus PET-Müll und natürlichen Materialien

    Budget

    Englisches Lektorat

    38€

    Vorbereitung der Installation

    750 €

    Druck des Banners

    77€

    Druck der Informationsbroschüren

    558 €

    Aufbau der Installation

    462 €

    Gesamtsumme

    1885 €

    Schritt-für-Schritt-Anleitung

    1. Schritt:

    Auswahl des Themas

    Zu Beginn mussten wir uns für ein Thema entscheiden. Es war klar, dass wir eine Installation über Abfall machen wollten. Nachdem wir Informationen gesammelt hatten, kontaktierten wir Veronika Richterova, da sie bereits Artefakte aus Plastikmüll aus den Ozeanen herstellte und wir uns für ihre Kunstwerke interessierten. Dieser Vorgang dauerte etwa zwei Wochen.

    2. Schritt:

    Verhandlungen mit der Künstlerin

    Wir kontaktierten die Künstlerin und traten mit ihr in Verhandlungen. Sie erzählte uns, dass sie viel Plastikmüll gesammelt hatte und dass sie daraus Artefakte machen könnte. Also verhandelten wir über die Konditionen unserer Kooperation und begannen uns auf die Installation vorzubereiten. Dieser Schritt dauerte etwa drei Wochen.

    3. Schritt:

    Einen geeigneten Ort finden

    Nun begaben wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Ort für die Installation. Wir fanden das Stadtmuseum in Ústí nad Labem und erstellten einen Plan, um zwei unserer Museo-Mundial-Installationen dort auszustellen – „Newseum“ und die „Gaben des Meeres“. VertreterInnen des Museums und die örtlichen Behörden stimmten einer Kooperation mit dem Projekt Museo Mundial und einer Installation im Museum zu. Das Museum stellte uns eine Vitrine zur Verfügung, welche perfekt geeignet für die Artefakte war. Dieser Schritt dauerte etwa vier Wochen.

    4. Schritt:

    Vorbereitung der Texte und der Karten

    Veronica Richterova erstellte die Artefakte und wir sammelten Informationen über den Plastikmüll in den Meeren und bereiteten die Texte vor. Nachdem endlich die Vorbereitung der Texte vollzogen war, kreierte Veronika Richterova die Poster, um die Installation zu vollenden. Sie erstellte zudem ein Poster für das Museum, das dabei half, die Darstellung beider Installationen bildhaft miteinander zu vereinen, die im Stadtmuseum in Ústí nad Labem im Rahmen des Museo-Mundial-Projektes präsentiert wurden. Dieser Vorgang dauert etwa vier Wochen.

    5. Schritt:

    Die Durchführung

    Veronika Richterova stellte die Artefakte mitsamt den Texten im Stadtmuseum in Ústí nad Laben aus. Die „Gaben des Meeres“ wurden mit „Newseum“, einer weiteren Museo-Mundial-Installation von der Künstlerlin Tamara Moyzes, im Stadtmuseum Usti nad Labem präsentiert (beide Installationen wurden im selben Raum platziert). Die Vernissage fand am 10. Dezember 2014 statt.

    Unsere Erfahrungen

    Pro & Contra

    Pro

    • Die Kooperation mit der Künstlerin war sehr effektiv und schnell.
    • Es fand zudem eine gelungene Kooperation zwischen der Künstlerin und dem Museum statt.

    Contra

    • Die Installation beinhaltet keine interaktiven Elemente.
    • Da das Museum sich derzeit in der Sanierung aller Sammlungen befindet, macht die Platzierung im Museum einen etwas allein stehenden Eindruck.

    Internetlinks + andere Quellen

    Veronika Richterová: Internetauftritt der Künstlerin (englisch)

    www.veronikarichterova.com/en/

    Veronika Richterová: Verschiedene Skulpturen aus PET der Künstlerin

    www.veronikarichterova.com/en/my-works/pet-art-sculptures/

    Umweltbundesamt: Plastiktüten (04/2013)

    www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/4453.pdf

    World Ocean Review: Allgegenwärtig - der Müll im Meer

    www.worldoceanreview.com/wor-1/verschmutzung/muell/

    NABU: Zehn Fragen und Antworten zum Thema Müll im Meer

    www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/muellkippe-meer/16805.html

    BUND: Animierter Kurzfilm zum Thema Plastikmüll im Ozean

    www.bund.net/themen_und_projekte/meeresschutz/muellkampagne/

    Utopia: Plastikmüll im Meer – was kann ich dafür?

    www.news.utopia.de/ratgeber/plastikmuell-im-meer-kann-ich-dafuer/

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